Die Knautschzone

Das lustige Wort gibt es seit den 50er Jahren. Im Jahr 1952 ist die Knautschzone patentiert worden und hat seit dem zahllose Menschenleben gerettet. Diese Zone nimmt bei einem die Aufprallenergie auf, die dann nicht bis zum Fahrer gelangen kann. In den meisten Autos besteht sie aus Stahlrohren und Rahmen. Sie stauchen sich bei einem Unfall zusammen und nehmen dabei viel Energie auf. Im besten Fall wird der Innenraum mit den Insassen gar nicht mehr weiter gestaucht.

Die Fähigkeit, diese Energie aufzunehmen und das Auto kontrolliert zu verformen, wird bei Crashtests gemessen. Am Anfang der Entwicklung ging man immer von Frontalunfällen aus und ließ die Autos deshalb bei den Tests gegen Wand rasen. Heute weiß man, dass ein Zusammenstoß oft von schräg vorne erfolgt, weshalb die Knautschzone entsprechend umgestaltet werden muss. Hinzu kommen Unfälle durch einen Seitenaufprall.

Ein sicherer Käfig für die Passagieren

Heute sind die Insassen praktisch in einem Käfig geschützt. Alle Teile rund um den Innenraum müssen sich verformen, wenn es zu einem Aufprall kommt. Der Rahmen, der die Fahrgäste schützt, muss dabei aber stabil bleiben.

Ein Teil der Entwicklung kam auch von den Formel-1-Autos, in denen der Fahrer schon wegen der offenen Bauweise besonders geschützt werden muss. Das Konzept der Sicherheitszelle wurde auch beim den Bau von PKW verwirklicht. Neben Stahl sorgen auch Aluminium und Kohlenfaserstrukturen für Sicherheit.

Das Konzept, dass Blech nachgeben muss, wurde erst 1952 durch den Mercedes-Ingenieur Béla Barényi umgesetzt und patentiert. Zuvor war man davon ausgegangen. dass es viel Stahl braucht, um ein entgegenkommendes Auto aufzuhalten. Sieben Jahre später bekam der Mercedes W 111 mit einer Heckflosse die erste Knautschzone.

Nach wie vor ist ein Auto am besten bei einem Frontalzusammenprall geschützt. Bei schrägem auftreffen und beim Seitencrash ist die Knautschzone wesentlich kleiner. Deswegen wurden zusätzliche Verstrebungen und Seitenairbags eingebaut, die den Fahrer und die anderen Insassen ebenfalls schützen sollen.